2016-08 Winelands und Kapstadt

Reisedatum: 
29.08.2016

Nach zwei erholsamen Nächten auf dem Tieties Bay Rest Camp (sehr zu empfehlen) fuhren wir zum Weingut "Allesverloren" in Riebeek West, wo wir uns mit meinem Lieblings-Portwein und einigen leckeren Marmeladen eindeckten. In der Nähe der Brambleberry Farm stellten wir uns zum Übernachten in eine kleine Lichtung, und wurden kurz darauf von einem Farmer nett begrüsst. Am nächsten Morgen ging es bei dichtem Nebel weiter Richtung Bains Kloof Pass, den ich früher einmal mit dem Motorrad gefahren bin, und ihn als sehr eng in Erinnerung hatte. Das ware er auch :-) Allerdings war die Strasse nicht nur eng, sondern durch einen einzigen Felsüberhang auch nicht für hohe Fahrzeuge geeignet. Zahlreiche Schilder weisen darauf hin, und eine Höhenbegrenzung / Schranke verhindert die Durchfahrt. Mit unseren 3.75 Metern Höhe haben wir es trotzdem gewagt (3,78cm maximale bzw. erlaubte Höhe). So richtig geniessen konnten wir den Pass nicht, denn vor jeder Kurve hatten wir Bammel, daß uns jemand zu schnell entegegen kommt. Irgendwann waren wir dann an dem Felsüberhang und rollten in weniger als Schrittgeschwindigkeit unten durch. Es fehlte noch ca. 1cm zur Dachluke, und eigentlich hatten wir jeden Moment ein entsprechendes kratzendes Geräusch erwartet. Aber wir kamen ohne Beschädigung durch.

Zu den Hinweisen auf verschiedenen Webseiten, daß der Pass nicht für Wohnmobile geeignet wäre: wenn es von der Höhe her reicht, klappt das ganz gut. Fast alle Wohnmobile sind niedriger als unser KAT. Mit dem Fahrrad (bergab) oder Motorrad macht es aber deutlich mehr Spaß! Wochenenden sollte man allerdings vermeiden.

Über Paarl und Stellenbosch ging es weiter zum Mountain Breeze Caravan Park, wo wir uns mit Frans und Nelke von 1world4travel verabredet hatten. Wir hatten uns das erste Mal in Sesriem gesehen, und dann über Facebook verabredet.

Nach netten Gesprächen, ein paar Waschmaschinen-Ladungen und einigen kleineren Wartungsarbeiten besuchten wir die Waterfront in Kapstadt. Tip: einfach ganz frech auf den Bus-Parkplatz hinter der V&A Mall fahren. Wenn man mal vor der Schranke steht, kann man fast nicht mehr zurückfahren, und der Wärter hat eigentlich gar keine andere Wahl, als einen durchfahren zu lassen. Am Nachmittag versuchten wir uns dann am Chapmans Peak Drive. Für große Fahrzeuge bzw. LKW ist dieser eigentlich gesperrt, aber nach längerer Wartezeit, freundlicher Diskussion (wir sind doch kein LKW) und gegen Bezahlung der Bus-Gebühr (knapp R500 / 35 EUR) durften wir durch. In Kommetjie übernachteten wir auf dem Imhoff Caravan Park, konnten die Tanks entleeren und machten einen netten Strandspaziergang. Dies sollte für lange Zeit der letzte regenfreie Tag sein ...

Früh am nächsten Morgen ging es los zum Cape Point, wo wir auf Grund des schlechten Wetters die bekannte Foto-Location ganz für uns alleine hatten. Nach fast einer Stunde kamen dann die ersten Autos und Busse, vorher war es durch den starken Wind vielen wahrscheinlich zu ungemütlich. Auf einem kleinen Parkplatz direkt am Meer machten wir Frühstück. Vor unserem Fahrzeug spazierten ein paar Strausse, um die ein Kampf unter den Touristen um die beste Foto-Location entbrannte, und wir schauten uns den Streit vom Esszimmer aus an :-) Über Simons Town, Fish Hoek, Strandfontein, Gordons Bay, Pringle Bay ging es weiter nach Onrus. Dort quartierten wir uns auf dem Onrus Caravan Park ein. Leider fing es kurz nach Gordons Bay wieder an zu regenen, und es hörte zwei Tage lang auch nicht auf.

Track & Höhenprofil: 

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