2016-06 Dinosaurierspuren und Geparden

Reisedatum: 
01.06.2016

Von der Spitzkoppe sind wir früh morgens losgefahren, über die D1918 auf die B2 über Usakos nach Karibib. Im gut sortierten Grocer Market gab es frisches Brot, Brötchen und reichlich Gemüse und Obst. Die C33 führte uns über Omaruru nach Kalkfeld, wo eine kleine Piste (D2414) zu den Dinosaur Tracks führt. Dort gibt es einen Campingplatz, auf den der KAT leider nicht passte (er hätte schon gepasst, der Verwalter hatte aber Schiss um seine Bäume). Vor Jahren muss wohl mal ein Holländer viel zerstört haben. Deshalb durften wir auf dem Parkplatz vor dem Einfahrtstor parken, mit Anschluss an eine Herde Esel.

Zu den Spuren selbst führt ein kurzer Wanderpfad. Vor dem Campingplatz ist eine Sandplatte mit Spuren eines kleinen Dinos, hinter dem Campingplatz sind die großen Spuren (alle schön mit weißer Farbe markiert). Wenn man nicht weiß, was einen erwartet, sind die Spuren schnell zu übersehen. Die Gegend selbst ist im Vergleich zu der weiteren Umgebung sehr grün, denn es läuft ein unterirdischer Fluß vom Waterberg Plateau nach Hentiesbay.

Nach einer kalten Nacht (5° C) fuhren wir auf Empfehlung des Verwalters über die D2404 wieder auf die B1 Richtung Otjiwarongo. Die D2404 ist wirklich sehr schön, hunderte Warzenschweine waren früh morgens unterwegs, leider hatten sie vor dem KAT Respekt und sind schnell in die Büsche verschwunden, bevor wir sie fotographieren konnten.

Da es Sabine noch nicht wieder so gut ging, haben wir auf einen Besuch des Waterberg-Plateaus verzichtet, und sind direkt zum Cheetah Conservation Fund gefahren. Dort werden Geparden gepflegt, ein Teil davon wild, ein Teil davon in einer Umzäunung. Oft werden Geparden von Farmern erschossen, weil sie Ziegen und Schafe reißen. Da junge Geparden erst im Alter von einigen Monaten von der Mutter das Jagen lernen, hätten die jungen Geparden keine Überlebenschance in freier Wildbahn. Sie kommen dann zum CCF und werden aufgezogen, müssen allerdings ihr restliches Leben dort verbringen, weil sie nie jagen lernten.

Sie werden aber nicht nur geschossen, weil sie die Herden anfallen. Ein Farmer wollte unbedingt einen zahmen Geparden, und hat deshalb eine trächtige Gepardin erschossen, ein Junges aus dem Bauch geschnitten, und wollte es zu Hause aufziehen. Als das nicht klappte, wurde das junge vom CCF übernommen. Wie krank muss man eigentlich sein?

http://cheetah.org/

http://cheetah.org/what-we-do/our-centre/

Neben den Cheetahs werden dort Hunde und Ziegen gezüchtet. Die Hunde (türkische Kangals) werden zu Herdenschutzhunden ausgebildet, sie bewachen auf den Farmen die Ziegen- und Schafsherden und verhindern so, daß Geparden die Tiere reissen. Dadurch will man verhindern, daß Farmer die Geparden erschiessen.

Da wir leider nicht auf dem Gelände des CCF übernachten konnten, haben wir uns in der Umgebung von Otjiwarongo ein Camp gesucht und sind auf das wenig bekannte Wesrand Camping gestossen. Dieser Platz ist sehr zu empfehlen, er wurde vor ein paar Jahren von einem jungen Paar aus Südafrika übernommen, die den Camping-Bereich erneuern und ausbauen. Das 3.000 ha große Gelände darf man mit dem eigenen Fahrzeug befahren, es leben zahlreiche Wildtiere auf der Farm. Bereits bei der Anfahrt haben wir Oryx, Kudus, Warzenschweine und Strauße gesehen, auch Geparden sollen hier sein, gesehen haben wir sie aber leider nicht.

Wer seine Ruhe abseits der bekannten Plätze sucht, ist hier genau richtig. Wasser bunkern für die Fahrt in den trockenen Norden ist hier ebenfalls möglich. So sind wir insgesamt 3 Nächte geblieben. Mobilfunkempfang ist tageszeit-abhängig (morgens E, nachmittags H bis H+), WiFi ist aber auch vorhanden.

Die Farm liegt bei S20°27.635 E16° 32.574 https://goo.gl/maps/b8RADhmYkD42, die Einfahrt erfolgt über die C33, 10,5 km südlich von Otijwarongo: S20° 30.733 E16° 33.603 https://goo.gl/maps/vvnEVGDErfQ2

Track & Höhenprofil: 

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