2016-06 Epupa Falls

Reisedatum: 
12.06.2016

Die vier Tage in der Kunene River Lodge waren sehr erholsam, aber irgendwann wollten wir weiter zu den Epupa Falls. Zu den Wasserfällen gibt es zwei "Strassen", die eine (D3701) führt über Swartboisdrift zur C13, dann nach Epupa, die andere (D3701) führt am Kunene entlang und ist in Karten als "track very rough in places" bezeichnet. In der Lodge erhielten wir die Auskunft, daß die Strasse von Epupa her neu gebaut wird, und nur die ersten 20km noch die alte Strecke sind. Reisende, die gerade aus Epupa kamen, sagten uns, daß wir mit dem KAT die Strecke gar nicht fahren können. Also dann mal los ... :-)

Die ersten Kilometer waren eng, aber machbar. An einem Flussbett, welches von der Lodge als einzig kritische Stelle bezeichnet wurde, mussten wir nicht anhalten, es ging ohne Probleme durch. Ein paar 100 Meter weiter mussten wir in die Botanik ausweichen, weil die Bäume auf der Strecke zu niedrig waren. Diese Umfahrung hatte es in sich, denn der Alternativweg ging steil den Berg hoch, mit groben Steinen. Ich bin die Strecke vorher abgelaufen, und sah kein Problem. Sabine wollte nicht mitfahren, also ist sie ausgestiegen und hinterhergelaufen. Alles ok.

Dann kamen wir zu einer Abfahrt, die so ausgewaschen war, daß es wirklich riskant gewesen wäre, dort hinab zu fahren. Das ging wohl auch anderen so, denn es gab Spuren zu einer Umgehung. Leider waren dort aber viele Bäume und Büsche im Weg, so daß ich die nächsten 1.5 Stunden mehr gesägt habe als ich gefahren bin. Aber auch das haben wir irgendwann geschafft.

Kurz vor Ende der alten Strecke kam noch eine Flußdurchfahrt und eine Engstelle mit einer Palme, an der der KAT nicht durchgepasst hat. Die Palme wäre zu groß gewesen, um sie zu fällen. Ich habe trotzdem versucht, durchzufahren. Der KAT hat nicht nachgegeben, die Palme schon :-) Irgendwann waren wir schmatzend durch. Spiegel und Markise waren noch dran.

Kurz danach waren wir auch schon auf der "Neubaustrecke", einer Autobahn-breiten Schotterpiste mit Wellblech und viel Staub. Diese Strecke zog sich bis nach Epupa, wo wir erschöpft die Camps abgeklappert haben. Es bieb nur noch das Epupa Camp, da wir in alle anderen Camps nicht reinpassten. Besser konnten wir es nicht erwischen, denn es war leer, ruhig und wir standen direkt am Fluss.

Am nächsten Tag wurden die Wunden geleckt, der KAT entstaubt, die Solarpaneele gereinigt und eine Wanderung zu den Epupa-Fällen unternommen (leider ohne Stativ :-( ).

Das Epupa Camp ist zu empfehlen.

Track & Höhenprofil: 

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