2015-11 November I

Reisedatum: 
01.11.2015

01.11.2015 - 105 km

Villingen -> Murg Heute ist eigentlich offizieller Abfahrttag. Wir sind aber schon einen Tag früher losgefahren, um noch einen Zwischenstop bei der Verwandschaft im Schwarzwald einlegen zukönnen.

Dort wurden wir mit ca. 15 kleinen Linzertörtchen und 2 großen Linzertorten versorgt, so daß der Kühlschrank nun restlos voll ist. Danke!!!!

Am Nachmittag dann nochmal vollgetankt und Fahrt von Villingen nach Murg.

02.11.2015 - 0 km

Murg Alte Heizung raus, neue Heizung rein, Wasser/Glykol aufgefüllt und Test: die neue Heizung läuft endlich so wie sie soll. Die alte Heizung ist nur 2-3 Minuten gelaufen und hat dann zurückgeschaltet. Danach ist sie wieder angesprungen, und das Spiel ging von vorne los. Nach einer halben bis ganzen Stunde ist die Heizung dann durchgelaufen und hat nicht mehr aufgehört, was das Wasser/Glykol-Gemisch im Heizkreislauf schliesslich zum Kochen brachte. Die neue Heizung läuft von vorneherein durch und schaltet dann - wenn das Wasser warm genug ist - stufenweise herunter bis aus.

Die Dachluke wurde aufgebohrt, um an den gebrochenen Stift zu kommen. Der Stift wurde entfernt. Der Fehler war wohl, daß man eine Schraube als Stift verwendet hat. Durch das Gewinde ist natürlich weniger Material da, statt 4mm nur ca. 3mm. Ein neuer Stift (ohne Gewinde) wurde eingesetzt. Beim Testen ist auch der andere Stift gebrochen, also auch hier: aufbohren, Schraube entfernen, neuen Stift einsetzen. Zum Abdecken der ca. 30mm breiten Löcher wurden Abdeckungen geschnitten, lackiert und aufgenietet/geklebt. Nach Synchronisierung der beiden Motoren schliesst / öffnet die Luke nun wieder korrekt.

Im Fahrerhaus wurde der Wischwasserbehälter entfernt und durch eine 1.5 Liter Nalgene Rechteckflasche ersetzt, die unter die mittlere Sitzbank verlegt wurde. Sabine hat nun genug Platz für ihre Füße, da ihr Sitz ziemlich weit vorne ist und die mit den Fußzehen immer am Wischwasserbehälter angestossen ist. Um die Relais hinter dem alten Wischwasserbehälter abzudecken, wurde eine Alu-Platte zugeschnitten und angebracht.

Die Staufachtüren hinter den Sitzen im Fahrerhaus wurden mit Dämmgummis unterlegt, da sie beim Fahren immer vibriert haben.

03.11.2015 - 293 km

Murg -> Rheinfelden / Schweiz -> Bern -> Genf / Frankreich -> Annecy Die Abdeck-Platten für die Löcher in der Dachluke wurden angenietet und geklebt, nachdem der Lack über Nacht getrocket ist.

Gegen Mittag sind wir dann losgefahren und haben in Rheinfelden unseren ersten Grenzübergang / Zollabfertigung hinter uns gebracht. Da es sich bei dem KAT um einen Oldtimer handelt (in der Schweuz: Veteranenfahrzeug), müssen wir keine Schwerverkehrsabgabe zahlen. Aber natürlich brauchen wir: ein Formular. Dieses gab´s beim sehr kompetenten Zoll (Gebäude "Handelsware") in Rheinfelden (Formular # 59.69). In 15 Minuten waren wir durch und sind über Genf bis kurz vor Annecy gefahren. Dort haben wir einen ruhigen Rastplatz an der Autobahn gefunden.

04.11.2015 - 580 km

Annecy -> Grenoble -> Valence -> Orange -> Nimes -> Narbonne -> Perpignan Von Annecy ging es früh morgens los über Grenoble (herrliches Wetter) auf die A7 Richtung Marseille. Wir wollten eigentlich einen Zwischenstop in Saintes-Maries-de-la-Mer machen, aber ab Orange hat es nur geregnet, so daß wir bis Perpignan weitergefahren sind. Auf dem Rastplatz "Aire Du Village Catalan" übernachtet. Der Rastplatz ist sehr groß und besteht aus mehreren Teilen beiderseits der Autobahn. Mit etwas Glück findet man eine ruhige Stelle, ohne Kühllaster.

05.11.2015 - 711 km

Perpignan -> Barcelona -> Valencia -> Alicante Übernachtung auf dem letzten Parkplatz auf der kostenpflichtigen Umgehung von Alicante. Sehr ruhig.

06.11.2015 - 671 km

Alicante -> Murcia -> Almeria -> Malaga -> Marbella -> Algeciras -> Tanger Med Weiter auf der A-7 via Almeria, Motril, Malaga, Marbella nach Algeciras, wo wir gegen 12:30 Uhr ankamen. Nachdem wir die Fährtickets gekauft hatten, haben wir im Carrefour noch ein wenig unseren Kühlschrank aufgestockt, haben Geld gewechselt, getankt und sind gegen 16:00 Uhr zum Hafen.

Die Zollabfertigung in Tanger Med war wie immer etwas durcheinander, diesmal mussten wir sogar durch den Röntgen-Scanner, und so waren wir wieder die letzten, die aus dem Hafen raus kamen, ca. 1 Stunde nach Anlegen der Fähre. Übernachtet haben wir auf dem ersten Rastplatz auf der Autobahn Richtung Rabat, bei angenehmen 23 °C.

07.11.2015 - 575 km

Tanger Med -> Rabat -> Casablanca -> Marrakech Die Weiterfahrt war bis auf die Großbaustelle in Rabat und den angenehmen Diesel-Preisen (0,74 EUR) unspektakulär aber sehr warm, 34° C. Am frühen Nachmittag sind wir auf dem Campingplatz "Camping Le Relais de Marrakech" eingetroffen, wo wir ein paar Tage bleiben werden.

08.-09.11.2015 - 0 km

Marrakech Zwei faule Tage auf dem Campingplatz, einkaufen im Marjane. Mehr nicht ...

10.11.2015 - 387 km

Marrakech -> Agadir -> Bouizakame Weiter geht´s, zuerst nochmal zum Marjane, eine lokale SIM Karte mit 12 GB Guthaben besorgen (130 DH), danach auf der Autobahn Richtung Agadir. Schon auf dem Weg nach Marrakech hat der Blinker nur sporadisch getan, was in Marrakech nicht wirklich ein Problem war, hier blinkt eh fast niemand.

Durch Agadir war mir mit dem Blinker doch etwas unwohl, der Verkehr war ziemlich dicht und überall stand Polizei. Auf unserem Nachtplatz auf einem Pass kurz vor Bouizarkane konnte ich als Ursache einen nicht fest sitzenden Stecker am Blinkerrelais ausmachen. Auf diesem Pass hatten wir letztes Jahr schon übernachtet, er liegt auf 1.110 Meter, es ist schön kühl und der Sternenhimmel unglaublich. Dank der Höhe gibt es keine Mücken und man kann mit offener Dachluke wunderbar Sternschnuppen beobachten.

11.11.2015 - 529 km

Guelmim -> Tan Tan -> Tarfaya -> Laayoune Kurz nach Guelmin war eine größere Baustelle mit Umleitung, danach eine neu geteerte Straße. Vor einer nagelneuen Brücke ein 60er, dann ein 40er und schließlich ein 20er Schild, aber jeder ist schneller durchgefahren, weil absolut keine Behinderung zu sehen war. 200m weiter stand versteckt im Busch ein Polizist mit Handy an der Backe. Blöd nur, wenn man eine türkisfarbene Uniform mit roten Abzeichen trägt, das ist nicht unbedingt tarnfarben. Wir sind gleich in einer Kurve, an der er uns nicht sehen konnte, erstmal in den Sand gefahren und haben gefrühstückt. Als wir nach 30 min Pause an den erwarteten Kontrollpunkt kamen, hatten die uns schon vergessen, sie waren mit anderen Fahrzeugen beschäftigt. KAT 1 : Polizei 0

In Tarfaya die N1 genommen, an neuem Windpark mit ca. 130 Windrädern vorbei. Die gesamte Strasse nach Laayoune war mit roten Fahnen geschmückt, viel mehr als die anderen Strassen in Marokko, die momentan aufgrund des vor 40 Jahren stattgefunden grünen Marsches nach Westsahara mit roten Fahnen voll sind. In Laayoune mussten wir an einem Kontrollpunkt erstmalig die Pässe zeigen. An der daneben liegenden Tankstelle, an der wir auch die Dieseltanks aufgefüllt haben, standen ungefähr 40 Busse. Bei der Fahrt durch Laayoune nach Foum el Oued wussten wir, wo die Insassen dieser Busse waren und weshalb es mehr Fahnen als üblich waren: alle 100m standen beidseitig der Strasse Polizisten, auch in den Dünen, um die Strasse abzusichern. Es waren hunderte Polizisten, und an der Küste sahen wir ein Kriegsschiff. Grund war wohl der Besuch des Königs zur Einweihung neuer Hotels und des Windparks.

Wir sind ca. 2km nach Foum el Oued bei einem gestrandeten Schiff an den Strand, haben zu Abend gegessen, bis ein Militärbeamter an die Tür klopfte und uns freundlich sagte, daß wir nicht am Strand übernachten dürften, es wäre Sperrgebiet. Stehen wäre ok, Übernachten nicht. Auf den Parkplätzen in Foum el Oued wäre übernachten erlaubt. Deshalb sind wir zurück nach Foum el Oued gefahren, haben uns auf den Parkplatz gestellt und zum Schlafen vorbereitet. Kurze Zeit später hat es geklopft und ein zivil gekleiderter Mann wollte uns wegschicken. Ich sagte ihm, das Militär hätte uns hier hin geschickt. Er sagte, er wäre auch vom Militär und er würde den Kommandanten holen der uns wegschickt. Er faselte auch was für Verbot über 3.5 Tonnen und wollte uns auf einen großen Parkplatz für LKW schicken. Nirgendwo war aber ein 3.5t Schild, ich habe in ganz Marokko kein solches Schild gesehen. Jedenfalls kam er nicht wieder und wir hatten Ruhe. Vermutlich ein Wichtigtuer, der seiner Fathima, die neben ihm im Auto saß, etwas beweisen wollte. KAT 1 : Möchtegern-Militär 0

12.11.2015 - 529 km

Foum el Oued -> Dakhla Auf der ganzen Strecke war nichts, und davon reichlich :-) Ganz witzig war ein großer Stein mit einem Hinweis zum „Sukuta Camping“, welches in Sukuta / Banjul / Gambia ist, und ca. 2.000 km entfernt liegt. In Dakhla angekommen, am "Camping Kilometer 25" stand uns zu viele Weißware, deshalb bis nach Dakhla auf den Camping Moussafir. 5 Euro pro Tag sind nicht wirklich viel, wenn man dafür Ruhe hat.

Ein Liter Diesel kostet hier momentan 0,53 EUR, der KAT hat davon in Marokko knapp unter 36 Liter / 100 km verbraucht. Dazu 0,77 Liter Motoröl / 1.000 km.

13.11.2015 - 0 km

Dakhla Ruhetag, Jimmy, Bevan, Eddie und xxx getroffen. Mit dem Quad nach Dakhla zum Einkaufen.

14.11.2015 - 370 km

Dakhla -> Grenze Mauretanien Es geht weiter zur Grenze nach Mauretanien. Hier wird sich das Verhältnis KAT : Polizei/Zoll sicher umkehren ... Die Ersatzkanister fülle ich zur Sicherheit mit Benzin, da es momentan Probleme mit der Benzin-Versorgung in Mauretanien gibt, und die 4 Motorradfahrer überlegen, wie sie wo tanken können.

15.11.2015 - 260 km

Grenze Mauretanien -> vor Nouakchott Für den Grenzübertritt haben wir mehr als 24 Stunden benötigt. Weshalb und was so alles passiert ist, lest ihr hier: Grenze Mauretanien 2015

Nach erfolgreicher Überquerung sind wir Richtung Nouakchott gefahren und haben neben der Strasse auf der alten Piste übernachtet. Die Aussentemperatur am Abend betrug 40,6°C.

Kommentare

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Hallo Alu bin biest schon weit gekommen hoffe esgefält euch

MFG Stefan  

Hey Ihr beiden,

nachdem Ihr jetzt nach Aftrika gerast seid, fangt doch JETZT das reisen an. Genießt die Zeit, wir denken oft an Euch!

Ali

Wir sind ja noch nicht in Afrika. Das fängt ab Senegal an :-)

Und ausserdem gilt: rasen statt rosten :-)

Jetzt aber mal Pause.

Laut Tracker seit ihr jetzt in Afrika. :-)

Wie habt ihr die Grenzen so schnell geschafft?

Weiterhin gute Fahrt.

Peter

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