2016-06 Vingerklip und Brandberg

Reisedatum: 
19.06.2016

Da man an der Vingerklip nicht campen kann (es ist nur eine Lodge, kein Campplatz), fragten wir an der Rezeption, ob wir die Nacht auf dem Parkplatz bleiben dürften. Sie zeigten uns freundlich ein ca. 300 Meter entferntes Stück im Busch, welches sehr eben ist, und wo wir kostenlos campen durften. Als "Bezahlung" haben wir dann im Restaurant zu Abend gegessen, das Essen war lecker und reichlich. WLAN war ebenfalls vorhanden und sehr schnell. Hierher kommen wir auf jeden Fall wieder, denn die Gegend lädt zum Wandern ein.

Am nächsten Morgen wanderten wir kurz nach Sonnenaufgang von unserem Standplatz zur Vingerklip. Von weitem sieht sie klein aus, aber wenn man direkt davor steht ist sie schon imposant, und der Ausblick über die umliegende Landschaft ist sehr schön.

Von der Vingerklip ging es über die D2743 und C39 wieder zurück nach Khorixas, um dort auf die C35 Richtung Uis abzubiegen. Unser Ziel war der Brandberg.

Auf der Karte hatte ich mir einen Weg durch das Flussbett des Ugab zur White Lady Lodge ausgesucht. Als wir an der Abzweigung ankamen, war sehr schnell klar, daß dieser Weg viel zu eng für uns ist. Also fuhren wir diversen Tracks auf dem Navi nach, Hauptsache die Richtung stimmte. Wir kamen dabei immer weiter in hügeliges Gebiet. An einer Siedlung winkten uns die Leute zu, und meinten, dort könnten wir auf keinen Fall fahren. Aber wir fahren ja einen KAT, also muss das gehen :-) Der Weg wurde immer enger und abenteuerlicher, der KAT wurde zur Bergziege. Mehrmals hatte ich Angst, daß das Quad aufsitzt. Einmal ging es nicht weiter, die abwärts führenden Stufen waren zu hoch, und ich musste eine Alternative suchen. Irgendwann waren wir dann durch, und hatten wieder Sand unter den Füßen.

Ich kann die Gegend wirklich empfehlen, den gefahrenen Track würde ich aber mit einem normalen Reisemobil / LKW nicht unbedingt machen. Die Gegend ist total verlassen, so daß sich wild campen anbietet. Allerdings sind dort zahlreiche Elefantenspuren, man könnte nachts also durchaus Besuch bekommen.

In der White Lady Lodge angekommen, buchten wir einen Campplatz und richteten uns für die Nacht ein. Von Wanderungen im Umkreis des Camps wurde uns an der Rezeption abgeraten. Es müssen wohl einige Gäste die Elefanten angefüttert haben, und ein paar Jungbullen würden nun agressiv im Essen betteln.

Nachtrag: eine Woche später trafen wir ein Paar, welches zwei Tage nach uns in der White Lady Lodge campte. In dieser Nacht hat ein Elefant einen 4x4 zerlegt, nachdem er von den Campern kein Futter bekommen hat.

Track & Höhenprofil: 

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